Gneisenaustadt Schildau -
die Stadt der Schildbürger
Das Städtchen Schildau mit ca. 2900 Einwohnerm liegt am Nordrand der Dahlener Heide. Mit seinem Neumühlenteich, dem Schildberg und dem großen Waldgebiet hat die Stadt eine sehr reizvolle Umgebung.
Die Gründung Schildaus erfolgte im Jahr 1170 durch den damaligen Markgrafen Dietrich von der Lausitz. Funde von Steinbeilen und Urnen beweisen, daß dieses Gebiet auch schon viel früher besiedelt war.
Das 19. Jahrhundert, das für die Entwicklung der Städte infolge der Industrialisierung von großer Bedeutung war, ist an Schildau fast spurlos vorübergegangen. Die Lage der Stadt, weitab von großen Verkehrsadern, und der Mangel an Rohstoffvorkommen ließen keinen Unternehmergeist aufkommen. Schildau behielt deshalb seinen überwiegend ländlichen Charakter bis heute. Zahlreiche Handwerks- und Dienstleistungsunternehmen haben sich in den letzten Jahren in Schildau einen festen Platz gesichert. Hervorgehoben sollten auch die bekannten Schildauer Fleischwaren.
Wer denkt nicht, wenn er Schildau hört, an die Schildbürgerstreiche? An die Geschichte vom Rathaus, an dem man die Fenster vergaß, an die Glocke, die in Kriegszeiten im Neumühlenteich versenkt wurde, an die Kuh, die man mit einem Strick um den Hals auf die Mauer ziehen wollte, damit sie das Gras abfressen sollte und viele andere Geschichten. Über den Ursprung dieser ist viel gerätselt worden. Die beste Deutung hat Ruth Kraft in ihrem Buch "Schildbürgerstreiche" gegeben. Die bekanntesten Schildbürgerstreiche sind außerdem auf 12 Bildtafeln an den "Originalschauplätzen" zu bewundern. Diese kann man als Stadtwanderung "Auf den Pfaden der Schildbürger" besichtigen. Museum der Schildbürger
Markt mit Gneisenau-Denkmal Aber nicht nur die grotesken Geschichten verbinden sich mit dem Namen Schildau. Die Stadt ist Geburtsort des großen Patrioten aus der Zeit der Befreiungskriege, Neidhardt von Gneisenau (1760-1830). Gneisenau ist bekannt als Reorganisator des damaligen Preußischen Heeres, als der Initiator der Volksbewegung gegen die Tyrannenherrschaft Napoloeons, als der Verteidiger der Festung Kolberg. Als Generalstabschef bei General Blücher hat er maßgeblich Anteil an dem Sieg der Verbündeten über Napoleon 1813 in der Völkerschlacht bei Leipzig und später in der Schlacht bei Waterloo. Im Jahre 1960 wurde aus Anlaß des 200. Geburtstages dieses deutschen Patrioten das heutige Gneisenaudenkmal errichtet.
Sehenswert ist auch die Pfarrkirche St. Marien. Sie ist Kern einer romanischen Pfeilerbasilika mit frühgotischen und barocken Stilelementen. Im Inneren befindet sich ein spätgotischer Schnitzaltar und ein Taufstein auf romanischer Säulenbasis des 16. Jahrhunderts. Auf dem Gelände der Kirche befindet sich der älteste Maulbeerbaum Deutschlands (gepflanzt 1518). Pfarrkirche St. Marien
Schildauer Freibad Das herrliche Seebad am Neumühlenteich ist sehr zu empfehlen. Mit 15 ha Wasserfläche, angrenzendem Campingplatz und Erlebnisbad bietet es den Urlaubern und Touristen frohe Stunden der Entspannung und Erholung.
Ein weiterer vielbesuchter Ausflugsort ist der Schildberg, der mit seinen 216 m die zweithöchste Erhebung des Landkreises darstellt. Vom 26 m hohen Schildbergturm hat man einen sehr schönen Fernblick über den Mischwald der Dahlener Heide, über Schildau und die umliegenden Dörfer bis nach Torgau, das bei günstigem Wetter mit dem Schloß Hartenfels klar zu erkennen ist. Zu erreichen ist der Schildberg zu Fuß auf dem Naturlehrpfad. Dazu ist eine Broschüre "Führer Naturlehrpfad" erhältlich. Es gibt noch weitere markierte Wanderwege, die von Schildau (Marktplatz) aus zum wandern in der herrlichen Landschaft der Dahlener Heide einladen. Blick auf den Schildberg

Informationen erhalten Sie über:
Stadtverwaltung der Gneisenaustadt Schildau
Marktstraße 1
04889 Schildau
Tel.: (034221) 5470
Fax: (034221) 50166