Wildtier des Jahres 1999: Fischotter
Der europäische Fischotter hat einen geschmeidigen Körper und einen unermüdlichen, verspielten Bewegungsdrang. Früher traf man ihn überall in Europa an. - Heute sieht man ihn nur noch selten.
Dieses heimische Säugetier  kann man in Süßwassergebieten und sogar an felsigen Stellen an der Meeresküste antreffen.

Er lebt vor allem dort, wo Bäume und Büsche ihm genügend Schutz an Flüssen und Kanälen geben. Die Gewässerverschmutzung, das einstige Jagen nach Ottern mit Spürhunden und der Straßenverkehr haben zum rapiden Rückgang der Otterbestände beigetragen.
Der Fischotter und der Mensch
Der Fischotter wurde früher wegen seines Pelzes und auch deshalb gejagt, weil ihn die Fischer als Konkurrenten betrachteten. Trotz dieser Jagd hielt sich die Otterpopulation auf gleichbleibendem Niveau. Erst durch den Einsatz der Pestizide in der Landwirtschaft kam es zum gewaltigen Aderlaß. Diese Gifte sammelten sich in den Süßwasserfischen, der Otternahrung, an und verursachten so fast sein Aussteben. Seit 1968 steht der Fischotter jetzt unter Naturschutz. 
Ein weiterer Feind für ihn ist der Straßenverkehr, da besonders die Männchen nachts ihre Streifen auf alten Routen unternehmen und so von Autos überrollt werden.
Merkmale des Fischotters
Der spitz zulaufende Körper und Schwanz des Otters geben ihm eine stromlinienförmige Gestalt, die für die Bewegung unter Wasser hervorragend geeignet ist.

Körpermaße:
Länge: 62 - 83 cm, Höhe: 30 cm, Gewicht: 6 - 15 kg;

Fortpflanzung:
Geschlechtsreife: Männchen mit 18 Monaten ,Weibchen mit 2 Jahren, Paarungszeit: jederzeit, Weibchen sind 1 Jahr nach dem letzten Wurf wieder empfängnisfähig, Trächtigkeitsdauer: 61 - 74 Tage, Wurfgröße: 1 - 6, im Durchschnitt 2 - 3 Junge;

Lebensweise:
Verhalten: Einzelgänger, Nahrung vorwiegend Fisch täglich ca. 20% seines Eigengewichts, Ruf: Trillern, Pfeifen, Knurren, Lebenserwartung: 9 - 10 Jahre;

Tauchen:
Beim Tauchen schließt der Otter automatisch Ohren und Nasenlöcher. Seine Augen bleiben jedoch geöffnet, damit er seine Beute erspähen kann. Er kann mindestens 400 m unter Wasser schwimmen ohne zum atmen aufzutauchen. Auf kurzen Strecken erreicht er Geschwindigkeiten  bis 14 km/h.
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