Pilz des Jahres 1999: Satanspilz (Boletus satanas Lenz)


Allgemeine Kennzeichen:
Stattlicher Pilz mit heller Kappe,roten Röhrenmündungen und sehr dickem bauchigem Stiel.
Hut:
Anfangs halbkugelförmig, dann hoch polsterförmig, weißgrau mit zartem grünem Schimmer, Hutoberhaut nicht abziehbar, zuweilen grobfeldrigaufgerissen, feinfilzig. Bis 30 cm Durchmesser.
Röhren:
Gelblichgrünlich, an den Mündungenanfangs blaß gelb, dann rötlich bis leuchtend kaminrot mit orangeroter Randzone. Im Alter schmutzig olivgrün, bei Druck grünblau fleckend, leicht ablösbar, recht kurz, später  bis 2,5 cm.
Stiel:
Dickbauchig, goldgelb mit karminrotem, feinem Netz, in der Mitte zu karminroter Zone verdichtend.
Fleisch:
Weißlich, nach dem Abschnittschwach blauend,dann zart rötlichverfärbend, später wieder verblassend. Anfangs kernig, später schwammig.
Geruch:
Unangenehm.
Geschmack:
Nußähnlich.
Wert:
Giftig, in rohem Zustand sehr
giftig, wirkt auf die Verdau-
ungswege.
Vorkommen:
Nur auf Kalkboden, im Laubwald
(Buche). August bis September.
Verwechselungsmöglich-
keiten:
Der Satanspilz wird mit den
Hexenpilzen verwechselt. Er
unterscheidet sich aber von
ihnen besonders durch seine
grauweiße Kappe.
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